Streckenverlauf des B35-Ost-Ast
Die beiden folgenden Karten zeigen die untersuchten Trassen aus unterschiedlichen Perspektiven: einmal als Planungsdarstellung und einmal im Luftbild, das den Verlauf in der Landschaft sichtbar macht.
Untersuchte Trassenvarianten



Wo soll der Ost-Ast verlaufen?
Die geplante Ostumfahrung beginnt an der B35a südlich von Bruchsal. Von dort soll sie über den Rotenberg und weiter in Richtung Heidelsheim führen, wo sie wieder auf die bestehende B35 treffen soll.
Derzeit werden zwei Varianten für diese östliche Umfahrung untersucht. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie der Rotenberg gequert werden soll: oberirdisch oder mit einem längeren Tunnel. Daneben werden zwei weitere Varianten untersucht, die sich stärker an der bestehenden B35 orientieren.
Dabei ist wichtig zu beachten, dass bei der Tunnelvariante die Straße nicht vollständig unterirdisch verläuft! Von der rund 4,8 Kilometer langen Ostumfahrung sollen etwa 1,6 Kilometer in einem Tunnel verlaufen, der Glöcklesberg, Rotenberg und Ramberg unterquert. Die übrigen Streckenabschnitte verlaufen oberirdisch.
Dazugehörende Legende
Verlauf in der Landschaft


Aktueller Planungsstand
Stand unserer Prüfung: 27.09.2026
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Der aktuelle Planungsstand der verschiedenen Varianten wurde am 30. Januar 2024 im Bruchsaler Gemeinderat vorgestellt. Seitdem werden die Varianten weiter ausgearbeitet und im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie untersucht.
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Nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe befindet sich die B35-Ortsumfahrung Bruchsal Ost derzeit in der Vorplanung und Variantenuntersuchung.
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Untersucht werden vier grundsätzliche Varianten: eine offene Ostumfahrung, eine Ostumfahrung mit längerem Tunnel, ein Ausbau der bestehenden Ortsdurchfahrt sowie ein Stadttunnel. Das im Oktober 2020 begonnene Scoping-Verfahren wurde im April 2022 abgeschlossen.
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Weitere Informationen zum aktuellen Planungsstand und die zugehörigen Planungsunterlagen gibt es beim Regierungspräsidium Karlsruhe:
Eine Planung mit langer Geschichte
Jahr
Was ist passiert?
1966
Im Generalverkehrsplan spielt eine B35-Nordumgehung bereits eine wichtige Rolle.
1978
Die geplante Linienführung wird öffentlich vorgestellt. Im selben Jahr gründet sich die BINUS, um sich gegen die geplante Trasse und die damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft zu engagieren.
1986
Das Planfeststellungsverfahren für die B35-Nordumgehung beginnt.
1992
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hebt den Planfeststellungsbeschluss in erster Instanz auf.
1994
Der Rechtsstreit endet mit einem Vergleich: Der Westteil kann gebaut werden, auf die Realisierung des Ost-Ast wird zunächst verzichtet.
2002
Der Westabschnitt der B35-Umgehung wird fertiggestellt. Für den Ostteil wird eine Umweltverträglichkeitsstudie beauftragt; die weitere Planung kommt später zunächst zum Erliegen.
2016
Mit der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 rückt der Ost-Ast wieder in den Fokus. Mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von über 10 wird das Projekt dem Vordringlichen Bedarf zugeordnet. Im selben Jahr veranstalten BINUS und AGNUS gemeinsam den Aktionstag Natur entlang der geplanten Trasse.
2020
In der Sitzung am 24.11 sprach sich der Gemeinderat einstimmig gegen die offene Straßenführung auf dem Rotenberg aus.
2020
Modus Consult veröffentlicht ein Gutachten, das die Ziele des BVWP 2030 durch eine Ertüchtigung der bestehenden B35 innerorts ermöglicht werden kann. Dies wird im anschließenden Scoping-Verfahren des RP mitberücksichtigt. Neben den beiden Ostumfahrungsvarianten werden deshalb jetzt auch Alternativen im Bereich der bestehenden B35 untersucht.
2022
Das Scoping-Verfahren wird abgeschlossen und der Untersuchungsrahmen für die weitere Umweltverträglichkeitsstudie festgelegt.
2024
Das Regierungspräsidium stellt den aktuellen Stand der Variantenuntersuchung im Bruchsaler Gemeinderat vor.
2026
Die Planung befindet sich weiterhin in der Vorplanung und Variantenuntersuchung.